25.03.2020

Durch die Corona-Epidemie hat sich unser Leben massiv verändert. Zum Redaktionsschluss dieser Ausgabe werden landesweit umfangreiche Maßnahmen umgesetzt, um die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen. Wir alle hoffen auf eine zeitnahe Rückkehr zu normalen Verhältnissen. Um den Blick nach vorn zu richten, haben wir uns entschlossen, die redaktionell weitgehend vor Ausbruch der Epidemie erstellte Frühjahrs-Ausgabe unseres Kundenmagazins wie geplant zu veröffentlichen. Wir wünschen allen Leserinnen und Lesern an dieser Stelle alles Gute in dieser schweren Zeit und bleiben Sie gesund!


 

Vorwort

Liebe Leserin, lieber Leser

die Mittagspause – eint uns doch alle, oder? Ob Groß oder Klein, ob Alt oder Jung. Mittags gibt es was zu essen und in der Regel einen kurzen Cut im dahinströmenden Verlauf des Tages. Für die arbeitende Bevölkerung schreibt ein Gesetz eine Ruhepause von 30 Minuten bei einer Tagesarbeitszeit ab sechs Stunden vor. Das war nicht immer so.

Bevor 1873 der Verband der Buchdrucker erreicht hatte, eine zehnstündige Arbeitszeit mit je einer Viertelstunde Pause am Vormittag und einer am Nachmittag festzulegen, war Durcharbeiten in den Fabriken und Manufakturen angesagt. Und zwar zwölf, 14 oder teilweise 16 Stunden lang. Erst ab Gründung der Bundesrepublik Deutschland im Jahr 1949 gelang es den Gewerkschaften nach und nach, verbindliche Pausen für die Arbeiterinnen und Arbeiter sowie die Angestellten durchzusetzen.

Zwar ist es laut Gesetz unzulässig, die Mittagspause zu ignorieren, ein radikaler Wandel der Arbeitswelt verwandelte die Entspannungsphase zur Tagesmitte jedoch ab den 2000er Jahren vielerorts zur lästigen Pflichtübung. Ausgelöst durch Digitalisierung und Globalisierung etablierte sich der Trend zum pausenlosen Tätig sein. Ein Zugeständnis an die enormen Geschwindigkeiten von Kommunikation und Online-Business sowie an stark verschlankten Personalressourcen.

Heute haben viele Menschen erkannt, dass der Verzicht auf die Mittagspause – das schnelle Brötchen neben dem Arbeiten her – ihre Leistungsfähigkeit schmälert. Niemand kann stundenlang ohne Unterbrechung konzentriert arbeiten. Ob Kopf- oder Körperarbeit: irgendwann benötigt jeder Zeit zum Regenerieren. Ablenkung, Bewegung, eine genussvolle Mahlzeit, Gespräche jenseits des Arbeitsplatzes – die Möglichkeiten zum Innehalten sind äußerst vielfältig. Wie Kolleginnen und Kollegen bei der Energieversorgung Rottweil (ENRW), aber auch andere Menschen in der HIERBLEIBER-Region, ihre Mittagspause verbringen, zeigen wir im vorliegenden Magazin.

Apropos ENRW. Wenn Sie Kunde sind und sich für unser Unternehmen interessieren, wäre vielleicht eine Mitgliedschaft im ENRW-Kundenbeirat etwas für Sie! Das Gremium bringt Anregungen, Wünsche und Kritik ein und fungiert als Bindeglied zwischen uns und unseren Kunden. Die zwölf Mitglieder informieren die ENRW-Mitarbeiter über das Kundenerleben von Image und Qualität der Produkte, Serviceleistungen und ähnliche Aspekte.

Vorschläge zu kundenrelevanten Leistungen und Abläufen sind ausdrücklich erwünscht. Pro Jahr finden in der Regel zwei bis drei Sitzungen statt. Vor jedem Termin gibt es einen interessanten Blick hinter die Kulissen eines regionalen Energieversorgers. Nicht zuletzt erhalten Kundenbeiräte eine kleine Aufwandsentschädigung. Kontaktieren Sie uns! Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung bis spätestens 31. Mai 2020 unter hierbleiber(at)enrw.de. Mehr Infos dazu erhalten Sie auf Seite 22 in diesem Heft.

Nun wünsche ich Ihnen viel Spaß beim Lesen – vielleicht ja in der Mittagspause
Ihr Jochen Schicht
Leiter Unternehmenskommunikation Energieversorgung Rottweil

P.S.: Interesse an einem kostenlosen Abo? Einfach melden: hierbleiber(at)enrw.de oder 0741/472-107

Bild 2: Mittagspause bei einem Aufbaueinsatz in Sachsen nach Ende des Zweiten Weltkriegs im Jahr 1946. Quelle: Deutsche Fotothek / CC BY-SA 3.0 DE (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/deed.en), Fotograf: Richard Peter (1895-1977), Dresden. // Bild 3: Quelle: Bild von Gerd Altmann auf Pixabay